Was und Warum?

Gleich vorweg: Nein, Sie müssen nicht schön singen können! Aus meiner Erfahrung als Gesanglehrerin weiß ich, dass viele Menschen große Ängste haben, nicht singen zu können und dass sich viele mit ihrer Stimme nicht wohlfühlen. Deshalb ist es mir wichtig, das hier anzumerken.
Beim Intuitiven Singen, das manchmal auch „Tönen“ genannt wird, geht es einfach darum, etwas zum Ausdruck zu bringen, das in keine Worte passt. Das kann etwas Schönes sein, aber auch etwas Trauriges, Aufregendes, Ärgerliches oder gar Undefinierbares. Und dafür gibt es keine besonderen ästhetischen Anforderungen an die Stimme.

 

In der deutschen Sprache sind wir in guter Stimmung – wir sind verstimmt – etwas stimmt nicht – wir stimmen zu, um, ab oder überein – jemand bestimmt etwas – wir stimmen uns auf etwas ein – etwas war vorherbestimmt – …
Unsere Stimme ist eng mit unserem emotionalen Befinden verknüpft und dient natürlich ganz offensichtlich auch dazu, etwas auszudrücken und uns mitzuteilen.

 

Wie eng Stimme und Person verbunden sind verdeutlicht auch der lateinische Ursprung des Wortes: "per sonare" = "durchklingen".

Und unsere Stimme selbst spiegelt unser Befinden oft besser, als unsere Worte.

 

Manchmal wird so auch deutlich, dass das Gesagte nicht wirklich „stimmt“: die Worte sind locker und lässig, aber die Stimme klingt angestrengt. Die Stimme verändert sich wenn wir ärgerlich sind, traurig oder begeistert.

 

Um etwas zum Ausdruck zu bringen sind nicht immer Worte nötig. Im Gegenteil, laut einer Studie holen wir nur 7% aller Informationen, die wir aus einem Gespräch gewinnen, aus den Worten, 38% hingegen aus dem Klang der Stimme. Manchmal stehen Worte uns sogar im Weg oder wir finden nicht die richtigen. Wir können vielleicht gar nicht richtig greifen, was es ist, das wir empfinden. Dann ist es schwer, es in Worte zu fassen.

 

Unsere Stimme ist unverwechselbar, wie unser Fingerabdruck, und ein direkter, unverfälschter Ausdruck unserer Seele und unserer Stimmungen. Was wir mit Worten nicht sagen können oder glauben, nicht sagen zu dürfen: die Stimme darf und kann es ausdrücken, ungefiltert von Rationalität oder moralischen Ansprüchen an uns selbst.

Dieses ganz angenommen sein und „so sein dürfen“ können Sie beim Intuitiven Singen erleben und genießen.

 

Das Intuitive Singen oder Tönen ist, ganz einfach ausgedrückt, das Singen eines Tones, meist auf einen Vokal. Es muss nicht bei einem Ton bleiben, aber es kann. Das entscheidet sich in jedem Augenblick neu, denn wir folgen unserer Eingebung, dem, wo „es uns hinzieht“.

Jeder Ton, jeder Klang ist Schwingung. Wenn man bedenkt, dass alles, auch unser Körper, aus Atomen besteht und dass Atome bekanntlich schwingen, kann man sich ein bisschen vorstellen, auf welche Weise die Schwingung der Stimme ihre Wirkung allein schon auf körperlicher Ebene entfalten kann.

 

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