Was und Warum?

Bei meiner früheren Arbeit als Gesanglehrerin wurde mir bewusst, dass Probleme mit der Stimme sehr oft mit dem eigenen Hören, beziehungsweise dem Nicht-Hören, zusammenhängen. Man spürt, etwas stimmt nicht. Und bevor man der Stimme richtig zuhört und damit herausfindet, was nicht stimmt, fängt man sofort an, „etwas dagegen zu tun“. Das habe ich bei vielen Schülern und auch mir selbst beobachtet.

 

Diese Erkenntnis ließ mich, auch außerhalb des Gesangunterrichts, nicht mehr los und bei vielen persönlichen Erlebnissen und auch durch Gespräche mit Freunden und Bekannten, wurde mir klar, dass das Nicht-(Zu)Hören ein wesentliches Thema unseres Lebens ist.

 

Wir kennen es aus verschiedenen Situationen. Unser Lebenspartner hört uns einfach nicht zu und versteht uns nicht. Die Kinder hören nicht auf das, was wir ihnen sagen. Unser Chef nickt gewichtig aber im Nachhinein wird klar: er hat nur halb zugehört und etwas ganz anderes verstanden, als wir sagen wollten. Wir erzählen unserer besten Freundin von einem uns wichtigen Ereignis, ihr Blick schweift irgendwie in die Ferne und sie zuckt zusammen, wenn wir sie fragen, was sie von der Sache hält. Vielleicht wischt und tippt unser Gesprächspartner auch während der Unterhaltung auf seinem Smartphone herum und ist gar nicht wirklich bei uns - das ist recht neu, aber nicht weniger irritierend ;-)

 

Das alles ist nicht nur störend, sondern zuweilen sehr verletzend. Wir fühlen uns als Person nicht wahrgenommen. Gerade im Arbeitsumfeld, aber auch in Familie und Freundeskreis, kommt dies häufig vor.

Können wir diese Gegebenheiten ändern? Wo fangen wir damit an?

Zu der oben genannten und durchaus unangenehmen Tatsache, dass uns manchmal andere Menschen nicht zuhören, kommt die Tatsache, dass auch wir selbst anderen hin und wieder nicht wirklich aufmerksam lauschen. Wir überlegen schon, was wir gleich noch alles machen müssen, oder denken noch über etwas nach, was vorher geschehen ist. Wir sind nicht wirklich hier.
 
Oder vielleicht sind wir uns selbst noch nicht so recht im Klaren, was wir eigentlich sagen wollen und wirken daher wenig überzeugend? Wir geben uns oft selbst nicht die Aufmerksamkeit, die wir uns von anderen wünschen.

 

Wenn wir nun einen entscheidenden Schritt weiter zurück gehen und einmal nur uns selbst betrachten stellen wir fest, dass wir auch uns selbst nicht sehr oft zuhören. Wir selbst nehmen unsere eigenen Gedanken und Gefühle häufig nur sehr oberflächlich und verschwommen war. Wir haben keine Zeit, mehr in die Tiefe und einer Sache wirklich auf den Grund zu gehen. Andere Dinge und Personen sind wichtiger. Sie verlangen nachdrücklicher unsere Aufmerksamkeit.

 

Die Folge ist, dass wir uns auch selbst nicht wirklich wahrnehmen. Auf die Frage „Wie fühlst Du dich?“ könnten viele statt „Ich fühle mich gut/schlecht“ mit „Ich fühle mich nicht“ antworten. Das kenne ich aus eigener Erfahrung. Wie geht es mir überhaupt? Was will ich eigentlich? Wonach sehne ich mich? Ist diese Idee, die ich habe, wirklich nur Spinnerei? Wer will ich sein? Es gibt viele Fragen und Gedanken, die immer wieder auftauchen.

 

Oft ist es schon hilfreich, die eigenen Gedanken laut auszusprechen. Mit sich selbst einen Dialog zu führen, z.B. beim Autofahren oder wenn wir allein zuhause sind.

 

Vielen Menschen reicht das aber nicht aus und es ist durchaus hilfreich, ein Gegenüber zu haben, bei dem man sicher sein kann, dass die laut ausgesprochenen Gedanken nicht bewertet, sondern einfach wahrgenommen werden. Jemand, der vielleicht die richtigen Fragen stellt. Oder zumindest andere, als wir sie uns selbst schon hundertmal gestellt haben.

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Die richtige Frage kann helfen, aus dem ewigen Kreis der Gedanken auszubrechen.

Solch ein Gegenüber möchte ich gerne für Sie sein.

Eine neutrale Zuhörerin, die Ihnen einen geschützten Raum anbietet, um Ihre Gedanken und Gefühle auszudrücken und so zu mehr Klarheit zu finden.

 

Glauben Sie mir, ich habe selbst schon so viele seltsame, negative und positive Erfahrungen gemacht, dass ich mich sicher auch über Ihre Geschichte nicht wundern werde. Zumindest ist mir völlig klar, dass es nichts gibt, was es nicht gibt ;-)

 

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